1997: Schöpfungs Bildstock

Anlass: Abschluß der Grundzusammenlegung
Materialien: Nirosta, Keramik, Beton.

Der Bildstock trägt auf Keramiktafeln Darstellungen der Elemente Feuer, Erde, Luft und Wasser. Die Einzelteile des Bildstockes sind sichtbar verschraubt und bedingen einander. Fällt eine Seite aus, sind die anderen mit gefährdet. Ebenso sieht es in der Schöpfung aus. Das Leben funktioniert als feinnerviges Zusammenspiel der Elemente. Ist ein Element ernsthaft gefährdet, haben wir nicht die Verbleibenden zum Trost, sondern das System als Ganzes ist ernsthaft gefährdet. Ebenso funktioniert das Leben in unserem Organismus. Komplex, vernetzt, als Ganzheit. Unter den Darstellungen der Elemente befinden sich an die Betrachtenden gerichtete Worte.
„Brenne“ bei Feuer. „Fliesse“ bei Wasser. „Atme“ bei Luft sowie „Forme“ bei Erde.

Warum Nirosta als dominierendes Material?

Nirosta ist einerseits ein von Menschenhand gefertigtes, sehr lange „andauerndes“, Einflüsse der Natur „bezwingendes“ Material. Es steht für die Inbesitznahme der Schöpfung durch den Menschen. Daneben hat es andererseits „spiegelndes“ Verhalten. Es spiegelt wider, was es umgibt. Im Falle des Bildstockes sind es zwei Ebenen. Der Bildstock spiegelt die unmittelbare Umgebung wider, wird Teil von ihr. Die Schöpfung spiegelt sich im Schöpfungsbildstock, der Schöpfungsbildstock bildet Schöpfung sb, assimiliert sie, zeigt sie gleichzeitig. Ebenso ergeht es dem Betrachtenden. Er wird durch die Spiegelung seines Bildes ein Teil des Bildstockes, der Bildstock wird Teil von ihm.

Auf der Rückseite des Bildstockes, gleichsam als Klammer, befindet sich ein Zitat aus der Genesis. „Und Gott sah, daß es gut war“.

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